Dill

Dill, auch Gurkenkraut genannt (Anethum graveolens)
Elegantes Kraut, oft unterschätzt: Dill (Anethum graveolens)
  • ENdill
  • FRfenouil bâtard
  • ESeneldo
  • ITaneto

Dill (Anethum graveolens) ist eine Pflanze aus der Familie der Doldenblütler, die volkstümlich auch Gurkenkraut genannt wird. Obwohl Dill zusammen mit Petersilie und Schnittlauch das Standardkräutersortiment bildet, das selbst lausig sortierte Gemüsehändler meist feilbieten, gilt er vielen zwar als solide und schon okay, aber Schwärmereien über den Dill hört man eher selten. Das mag auch an Krankenhaus- und Kantinenklassikern wie »Dillsauce« liegen, oft eine Pampe mit grünen Strichlein drin, die einen übergarten Fisch bedeckt und kaum ahnen lässt, wie nachgerade elegant Dill eigentlich schmeckt.

In der Küche

  • Überall dort, wo sich viele Kräuter mischen, z. B. in Quarks, Kräuterbutter oder -saucen, ist sehr oft Dill mit im Boot.
  • Die Verbindung Gurke und Dill ist sozusagen festgetackert, der Name Gurkenkraut kommt nicht von ungefähr. Gurkensalat schmeckt im Grunde erst mit Dill so richtig gut, und auch im Gewürzgurkensud macht Dill eine gute Figur.
  • Dill kann jeden grünen Salat begleiten und der Salat wird immer gewinnen.
  • Er geht mit praktisch jedem Gemüse gut zusammen, besonders die Verbindung mit Tomaten scheint mir mindestens so symbiotisch wie die mit Gurken.
  • Gebeizter Lachs ist ohne Dill kaum vorstellbar, Räucherlachs und ganz allgemein Fischgerichte können ebenfalls gut mit Dill.
  • Last not least: Probate Dillträger sind auch Eierspeisen und Kartoffeln.

Gute Begleitaromen des Dills sind beispielsweise Kapern, Koriander, Meerrettich, Minze, Senf, Zitronenmelisse und Zitronenthymian.

Wie alle zarteren Kräuter kann Dill eines nicht ab, und das ist Hitze. Geben Sie Dill also immer erst ganz zum Schluss zu.

Herkunft

Dill im Handel stammt fast durchweg aus heimischem Anbau. Der meist schmackhaftere Dill aus dem Freiland ist etwa von April bis August zu haben, im Herbst und Winter kommt das Kraut aus Gewächshäusern.