Weizen

Weizenfeld, circa viwer bis sechs Wochen vor der Ernte
Weizenfeld am Fuß der Schwäbischen Alb, ca. 4–6 Wochen vor der Ernte
Weizenhalme mit Ähren, noch nicht erntereif
Mitte Juni noch reichlich grün: Weizenhalme mit Ähren
  • ENwheat
  • FRblé
  • EStrigo
  • ITgrano

Was umgangssprachlich als Weizen läuft, ist botanisch genauer Weichweizen (Triticum aestivum), der auch Brotweizen oder Saatweizen genannt wird. Zur Gattung Weizen (Triticum) zählen noch weitere Arten von Getreide, die bekanntesten davon sind Hartweizen, Dinkel, Emmer und Einkorn. Der Einfachheit halber schlage ich vor, wir bleiben volkstümlich beim Weizen, und Sie behalten im Hinterkopf, dass nicht die Gattung, sondern der weiche gemeint ist.

Bezogen auf die weltweite Erntemenge rangiert Weizen nach Mais und Reis an dritter Stelle der meistangebauten Getreide. Da Mais nur zu geringen Teilen der unmittelbaren menschlichen Ernährung dient, bildet Weizen neben Reis das wichtigste Grundnahrungsmittel. Mehr als die Hälfte der globalen Weizenernte wird in China, Indien, Russland und den USA eingefahren, die zweite knappe Hälfte verteilt sich auf viele Länder der ganzen Welt.

Weizenprodukte

Weizenmehl ist das Back- und Brotmehl schlechthin, womit wir die wichtigsten Weizenprodukte bereits eingekreist hätten: Brot in allen Varianten und Mehl – so wie es ist, oder in weiterverarbeiteter Form, etwa als Nudeln. Gröbere Mahlgrade wie Schrot, Grieß und Dunst reihen wir mal großzügig ein. Egal wo auf der Welt Sie welches Brot essen, enthält es fast immer Weizenmehl, in vielen Fällen ist Weizen die alles dominierende Hauptzutat.

Weizen wird auch zu Graupen und Grütze (beispielsweise Bulgur) verarbeitet, zudem findet er sich als Flocken, Flakes und Popps im weiten Feld der Müslis und anderer Frühstückscerealien. Unter dem Markennamen Ebly wird seit einigen Jahren sog. Zartweizen vertrieben, der ähnlich wie Parboiled-Reis geschält und thermisch vorbehandelt wird. Im gegarten Zustand erscheint er wie ein Hybrid aus Reis und Nudel, falls Sie beides gerne essen, werden Sie ihn ebenfalls mögen.

Aus Weizenkeimen wird verhältnismäßig hochwertiges Keimöl gewonnen, und Bierkenner ahnen mindestens, dass Weizen zum Brauen von Weizenbier herangezogen wird, namentlich als Weizenmalz.