Garam Masala

Gewürzmischung der indischen Küche: Garam Masala, bestehend aus Kardamom, Zimt, Koriander, Kreuzkümmel, Pfeffer, Nelken und Muskatnuss
Kardamom, Zimt, Koriander, Kreuzkümmel, Pfeffer, Nelken und Muskatnuss: Garam Masala

Garam Masala ist eine extrem verbreitete Gewürzmischung der indischen Küche. Sie besteht aus Gewürzen, die in der ayurverdischen Heilkunst als den Körper erwärmend gelten, was ihren Namen erklärt, der auf deutsch heißes Gewürz bedeutet. Die Zusammensetzung von Garam Masala ist nicht in Stein gemeißelt. Schwarzer Kardamom, Zimt, Nelken, schwarzer Pfeffer und Kreuzkümmel bilden den traditionellen Grundstock, der durch zahllose Beigaben und Mischungen ergänzt wird.

In Europa wird Garam Masala – ähnlich wie Currypulver vorwiegend als gemahlene Fertigmischung gekauft und verwendet. Es handelt sich um ein tabakbraunes Pulver, das in aller Regel kurz vor dem Anrichten untergerührt wird.

Wonach Garam Masala schmeckt, ist angesichts seiner vielfältigen Ausprägungen nicht eindeutig zu bestimmen. Erdig und süßlich, immer vollmundig und komplex, man könnte vielleicht von indischem Umami sprechen. Oft bildet Garam Masala die stabile aromatische Unterlage, auf der die leichtgewichtigeren Aromen tänzeln. Beliebt ist es in Gerichten mit Lamm, Geflügel oder Hülsenfrüchten, speziell Linsen, aber auch in Saucen und Schmorgerichten, bei denen Tomaten oder Zwiebeln eine Rolle spielen.

Garam Masala selber herzustellen ist kein großer Akt und nicht zuletzt deshalb empfehlenswert, weil selbst Zusammengesetztes so schön durchschaubar ist und Ihre analytischen Fähigkeiten schult.

Rezept

Garam Masala

  • 8 schwarze Kardamomkapseln, angequetscht
  • 4 Zimtstangen, je ca. 6 cm lang, etwas zerbröselt
  • 4 EL Koriandersamen
  • 2 EL Kreuzkümmel
  • 1,5 EL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Nelken
  • 1/2 TL Muskatnuss gerieben

Alle Zutaten außer der Muskatnuss in eine Pfanne geben und trocken rösten, bis es in sehr exotisch riecht. Pfanne vom Herd nehmen und Gewürze abkühlen lassen.

Samenkörner aus den Kardamomkapseln fummeln, Kapselreste wegwerfen.

Die gerösteten Gewürze mit einer Gewürzmühle oder im Mörser mahlen, die Muskatnuss gleich oder am Ende untermischen.

Dunkel und luftdicht aufbewahrt, behält die Mischung etwa 2–3 Monate lang ihre aromatische Kraft, danach wird sie zusehends lascher.