Hartweizen

Casareccia-Nudeln aus Hartweizenmehl
100 Prozent Hartweizen: Casareccia-Nudeln aus Italien
Lasagneplatten aus Hartweizenmehl
Noch mehr Hartweizen: Lasagne-Platten
  • ENdurum wheat
  • FRblé dur
  • EStrigo dur
  • ITgrano duro

Hartweizen (Triticum durum) oder Durum ist ein Getreide der Gattung Weizen (Triticum), dem auch der ungleich verbreitetere Weichweizen angehört, der meist gemeint ist, wenn von Weizen gesprochen wird. Hartweizen nimmt circa 10 Prozent alles weltweit produzierten Weizens ein und wird hauptsächlich im Mittelmeerraum, Vorderasien, den nördlichen USA und Kanada angebaut.

Hartweizenprodukte

Hartweizen hat einen höheren Gehalt an Gluten als Weichweizen, dessen Struktur überdies abweicht. Teige aus Hartweizen geraten deshalb höchst elastisch, formbar und stabil, was das Getreide für die Nudelherstellung prädestiniert. Italienische (oder auf Italienisch machende) Nudeln werden nahezu immer aus Hartweizen hergestellt, im Brot italienischer Bäckereien findet er ebenfalls häufig Verwendung.

Schon bevor die italienische Küche ihren Siegeszug nördlich der Alpen antrat, war mit Hartweizengrieß immerhin ein Produkt aus diesem Getreide bei uns weit verbreitet (und ist es heute immer noch).

Hartweizen wird darüber hinaus zu Bulgur und Couscous verarbeitet, auch beim (vorgegarten) Parboiled-Weizen, der unter dem Markennamen Ebly angeboten wird, handelt es sich in den meisten Fällen um Hartweizen.

Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Hartweizen in Deutschland beträgt um die 6–7 kg, gegenüber knapp 60 kg Weichweizen. Damit folgt er witzigerweise recht präzise dem weltweiten Verhältnis.