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Szechuanpfeffer

Szechuanpfeffer (Zanthoxylum piperitum), ganze Früchte, ungemahlen
Die gute Frucht von Sezuan: Szechuanpfeffer (Zanthoxylum piperitum)
ENSichuan pepper
FRpoivre du Sichuan, poivre anise
ESpimenta de anis
ITpepe d’anis

Szechuanpfeffer sind die Samenkapseln des gleichnamigen Baumes (Zanthoxylum piperitum) aus der Familie der Rautengewächse. Es besteht keinerlei Verwandtschaft zum echten Pfeffer, egal wie penetrant seine diversen Bezeichnungen – Japanischer / Chinesischer Pfeffer, Blütenpfeffer oder Anispfeffer – Gegenteiliges beteuern. Der Name Szechuanpfeffer verweist auf die chinesiche Provinz Sichuan, Theaterfreunden aus Brechts Drama »Der gute Mensch von Sezuan« ein Begriff.

In der Küche

Dass Szechuanpfeffer zu den Standardgewürzen ostasiatischer Küchen zählt, ist nicht besonders überraschend. Festes Mitglied ist er im beliebten chinesischen Fünf-Gewürze-Pulver. Er schmeckt pfeffrig-scharf und ausgeprägt bitter, nach kurzem Kauen entfaltet sich eine intensive, limonenartige Säuerlichkeit, bald darauf wird sich Ihr Mund anfühlen wie milde zahnärztlich betäubt. Kurzes Anrösten schiebt die Aromenregler des Szechuanpfeffers noch um einiges nach oben.

Seine Fähigkeiten zeigen sich besonders in Schmor- und Bratgerichten. Das gilt für Fleisch, etwa Rind oder Schwein, ebenso wie für Geflügel, Gemüse und Pilze. Am besten schmeckt das Gewürz, wenn Sie es frisch mörsern und erst kurz vor Ende der Garzeit zugeben.

Gute Begleitaromen sind Fenchelsamen, Ingwer, Knoblauch, Mohn, Orange, Sesam, Sternanis und Zimt.

Herkunft

Der erste Teil seines Namens führt im Gegensatz zum zweiten nicht in die Irre: Szechuanpfeffer, den Sie kaufen, kommt in aller Regel aus China.